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2009 feierte die
Universität Bern ihr 175-jähriges Bestehen. Heute studieren an der Universität Bern 13 300 Studierende. An den 8 Fakultäten mit 160 Instituten arbeiten um die 300 ProfessorInnen und 5400 MitarbeiterInnen.Studierenden soll von Beginn an ein wissenschaftlich hochstehender Unterricht in einer anregenden und sie in jeder Hinsicht fördernden Form vermittelt werden. Die Dozierenden messen der Lehre dieselbe Bedeutung zu wie der Forschung und allfälligen Dienstleistungen.
Der
Forensisch-Psychiatrische Dienst (FPD) ist administrativ mit dem Institut für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Bern verbunden. Die chefärztliche Leitung liegt seit Juli 2004 bei Frau Prof. Dr. med. Anneliese Ermer.Die forensische Psychiatrie ist ein Fachgebiet, das sich in besonderer Weise mit rechtlichen Aspekten befasst, die sich im Zusammenhang mit psychischen Störungen ergeben können. Dazu zählen im Wesentlichen die Beantwortung gutachterlicher Fragestellungen auf verschiedenen Rechtsgebieten sowie die Behandlung von StraftäterInnen. TäterInnenbehandlung steht im Dienst des Opferschutzes.
Beschreibung des Angebotes
Zertifikatskurs »Deliktorientiertes Lern- und Trainingsprogramm zur Behandlung von Sexualdelinquenten« / Certificate of advanced studies »Group oriented lern- and training programme for sex offenders adressing criminogenic needs« / »Anti-Sexuelle-Aggressivität-TrainingŪSuisse«.
Das »Anti-Sexuelle-Aggressivität-TrainingŪSuisse« (ASATŪSuisse) ist eine modifizierte Form des gruppentherapeutischen Lern- und Trainingsprogrammes »Anti-Sexuelle-Aggressivität-TrainingŪ« (ASATŪ von Rita Steffes-enn, 2002). Das ASATŪ wurde u. a. unter dem Einfluss des Anti-Aggressivitäts-Trainings (Weidner), des Psychodramas (Moreno), der Gestalttherapie (Perls), des Life-Space-Interviews (Redl), sowie der Provokativen Therapie (Farelly & Matthews) entwickelt und stellt ein multimodales, systemisches und kognitiv-behaviorales Trainingsprogramm mit hoher Deliktfokussierung zur Behandlung von Sexualstraftätern dar. Das ASATŪSuisse-Training wird in insgesamt 40 bis 45 Sitzungen einmal wöchentlich mit einer Dauer von 150 Minuten durchgeführt.
Das ASATŪSuisse wird derzeit im
Ambulatorium des Forensisch-Psychiatrischen Dienstes der Universität Bern und in den Anstalten Thorberg praktiziert. Seit Februar 2010 wird ein zweisemestriges Certificate of Advanced Studies »Deliktorientiertes Lern- und Trainingsprogramm zur Behandlung von Sexualdelinquenten /Anti-Sexuelle-Aggressivität-TrainingŪSuisse (ASATŪSuisse)« angeboten, das nicht nur die Methoden und Inhalte des ASATŪSuisse, sondern auch fundierte theoretische Kenntnisse über die häufigsten Formen der Sexualdelinquenz bzw. deren Behandlung vermittelt.Die Weiterbildung soll einen von uns gesehenen Bedarf an einer professionellen Ausbildung für BehandlerInnen von Sexualstraftätern in der Schweiz decken. Mittelfristig ist eine französische Version des Programmes geplant, womit das ASATŪSuisse auch seine Anwendung im französischsprachigen Teil der Schweiz finden soll.
Titel des Abschlusses
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die TeilnehmerInnen ein »Certificate of advanced studies (CAS)«. Gleichzeitig erhalten sie das Zertifikat »Anti-Sexuelle-Aggressivität-TrainerIn (ASATŪSuisse-TrainerIn)«, das sie berechtigt, deliktorientierte Gruppentrainings mit Sexualdelinquenten mit den Inhalten des ASATŪSuisse unter dem entsprechenden Label durchzuführen.
Zielgruppe und Zulassungsbedingungen
Die Weiterbildung richtet sich an ÄrztInnen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen bzw. SozialpädagogInnen und andere geeignete Berufsgruppen, die sich in der Gruppenbehandlung von Sexualdelinquenten qualifizieren möchten. Zulassungsbedingungen sind ein Hochschulabschluss und nach Möglichkeit Praxiserfahrung bezüglich der Arbeit mit Sexualdelinquenten.
Theoretisch-methodische/s Ziele / Konzept
Primäres Ziel des ASATŪSuisse ist die Rückfallvermeidung, weshalb das Training in hohem Maße deliktfokussiert ist und auf die Veränderung deliktrelevanter kriminogener Risikofaktoren abzielt.
Dauer des Studiums
2 Semester
Zeitliche Strukturierung
Die Weiterbildung findet berufsbegleitend in 8 Blockkursen zu 2,5 Tagen statt.
Kosten
Die Kosten belaufen sich auf CHF 7.500.
Ansprechpartner
Oliver Falk, Mitarbeiter des Forensik-Ambulatoriums der Universität Bern / Diplom-Sozialarbeiter / Kriminologe (DAS) / Klinischer Fachsozialarbeiter (ZKS) / ASATŪSuisse-Trainer und CAS-Studienleitung (oliver.falk@fpd.unibe.ch)
Stefan Braunisch, Mitarbeiter des Forensik-Ambulatoriums der Universität Bern / Diplom-Psychologe FSP / Psychotherapeut / R&R-Trainer / ASATŪSuisse-Trainer und CAS-Studienleitung (stefan.braunisch@fpd.unibe.ch)
Anmeldungen aus Deutschland erfolgen ausschließlich über das
Institut für deliktbezogene Täterarbeit (IDT) (info@i-d-t.org). |
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